Huch die FAZ hat die rosarote, äh grüne Brille abgesetzt

Am E-Auto wird die Welt nicht genesen

Sozialistische Planwirtschaft im Automobilbau ist inzwischen der Traum vieler Leute in der freien Welt. Dabei kennen wir die Elektroprobleme von morgen noch gar nicht.

Woran erkennt man, dass ein Diesel-Auto eine Dreckschleuder ist? Antwort: nicht am Auspuff, sondern an den vorgeschriebenen Grenzwerten. Verkehrsbedingte Stickoxid-Emissionen sind in den vergangenen 25 Jahren in Deutschland um siebzig Prozent zurückgegangen. Doch noch schneller als die Schadstoffe sanken die maximal erlaubten Verschmutzungsmengen, weshalb der Ingenieur säubern kann, wie und was er will: Sein Diesel bleibt immer eine Dreckschleuder, sollte der technische Fortschritt auch noch so überwältigend sein.

Auch beim Fortschritt gilt nämlich das Gesetz des abnehmenden Grenznutzens. Es geht uns mittlerweile so gut, dass wir viel Zeit haben, uns mit den Schattenseiten des besseren Lebens zu beschäftigen. Der Fortschrittsoptimismus wurde verdrängt von der Technikfolgenabschätzung. Das Risiko, dass Auto-Abgase der neuesten Verbrennermotoren zu einem früheren Tod führen, ist zwar extrem gering, viel geringer jedenfalls als die Gefahr, von einer Leiter zu fallen. Doch mit schwachen Wahrscheinlichkeiten hat der tonangebende Moralismus noch nie Schwierigkeiten gehabt: Rigorismus setzt sich stets absolut. Dessen Kosten werden delegiert an den Ingenieur.

Vorbild ist das kommunistische China von heute

Es ist am Staat, „die Entscheidungen zu treffen, die niemand trifft, wenn der Staat sie nicht trifft“: So hat es der Ökonom John Maynard Keynes in einer berühmten Rede über das „Ende des Laissez-faire“ 1926 an der Berliner Universität dekretiert. Nach Diesel-Skandal und Diesel-Gipfel hat sich ein breiter Konsens darüber gebildet, dass Keynes zuzustimmen sei. Die Automobilindustrie habe es verschlafen, auf die Zeichen der Zeit zu achten: Sie hält halsstarrig an einer veralteten, umweltschädlichen Antriebstechnik fest, weigert sich aus schnödem Profitinteresse, den Weg zum Fortschritt der Elektromobilität zu beschreiten und schädigt damit nicht nur unser Klima und unsere Gesundheit, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.

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4 Gedanken zu “Huch die FAZ hat die rosarote, äh grüne Brille abgesetzt

    • Nun erst einmal wird wohl kein Wähler zu 100% seine Lebensumstände in einer Partei und deren Programm wieder finden. Bei der E-Mobilität ist es aber unabdingbar wichtig die Gesetzte der Physik und der Elektrotechnik zu kennen. Das 1. Kirchhoffsche Gesetz und der 1. Lehrsatz der Thermodynamik geben sehr großen Anlass an der Energiewende und ihrer ideologischen Ausrichtung sehr zu zweifeln. Realismus kann weh tun, das weis bestimmt jeder der für die AfD seinen Kopf hinhält und trotz immensem Gegenwind standhaft bei der Wahrheit bleibt auch wenn sie schmerzt.

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    • Zur Info:
      Die Herstellung einer Batterie für ein E Auto emittiert etwa soviel CO2 wie ein Auto mit Verbrennungsmotor der 8 Jahre fährt, bzw. Ca 150 000 km. Mit dem aktuellen Energiemix emittiert ein E auto etwa halb so viel CO2 wie ein Benziner während der Fahrt. Muss dann entsprechend die 8 Jahre CO 2 Vorsprung des Benziner aufholen. Und dann ist die Batterie immer noch nicht entsorgt.

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    • Und es werden Rohstoffe wie Kobalt und Lithium in Massen benötigt für die Batterien, die unter erbärmlichen Umständen teilweise schon durch kleine Kinder gewonnen werden. Wollen Sie das?
      Zudem ist noch gar nicht geklärt woher der Strom herkommen soll. Schon die Energiewende ist eine Lachplatte, die wir teuer bezahlen.

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