Das Wahlprogramm der Grünen in der Analyse

Die Grünen haben ihr Wahlprogramm vorgestellt. Ich habe seit dem drüber nachgedacht, was ihre Forderungen bedeuten und welche möglichen Kosequenzen es hätte wenn diese umgesetzt werden. 

Artikelauszug:

„Der Markenkern soll Wahlerfolg bringen: Grüne setzen auf Öko

Konkret fordern die Grünen in ihrem vorläufigen Wahlprogramm, sofort die 20 Kohlekraftwerke mit dem größten Schadstoff-Ausstoß für den Klimaschutz vom Netz zu nehmen und bis 2030 die Produktion von Autos mit Verbrennungsmotoren zu beenden. Industrielle Massentierhaltung wollen sie abschaffen  

Die ökologische Frage sei «keine Gewissensfrage mehr, sie ist die Existenzfrage», sagte Spitzenkandidat Cem Özdemir“ 

Jawohl, es stellt sich die Existenzfrage.

Würden sofort 20 Kohlekraftwerke vom Netz genommen werden, wo kommt dann der fehlende Strom her? Würde eine Industrienation wie Deutschland dadurch existenziell gefährdet werden? Wird der fehlende Strom dann teuer aus dem Ausland (teilw. von AKW´s) eingekauft werden müssen? Um wieviel würde der Strompreis durch diese Grüne-Forderung steigen? Die Bürger müssten noch mehr bezahlen. Unternehmen, insbesondere energieintensive, bekämen Wettbewerbsnachteile wenn die Stromkosten weiter steigen. Wettbewerbsnachteile sind ein Risiko für Arbeitslosigkeit. Die dann von Arbeitslosigkeit betroffenen Menschen hätten weniger Geld zur Verfügung – bei gleichzeitig steigenden Strompreisen. Es stellt sich die Existenzfrage.

2030 soll die Produktion von Autos mit Verbrennungsmotoren beendet werden. In Deutschland gibt es 40 Millionen PKW und etliche Milionen (genaue Zahl habe ich leider nicht) LKW. E-Autos (Pkw und LKW) sind nicht marktreif (unpraktisch, kaum alltagstauglich) – zu teuer, geringe Reichweite, zu lange Batterie-Ladezeiten. Es fehlt die Infrastruktur (Ladestationen). Es müssten ´zig Millionen Ladestationen für die dann ´zig Millionen E-Autos gebaut werden. Wer bezahlt das? Es wären aber nicht nur die Ladestationen. Ob das Stromnetz dafür ausgelegt ist ´zig Millionen Ladestationen mit Strom – zusätzlich zum bestehenden Strombedarf – darf bezweifelt werden. Das heißt, es müssten größere Stromleitungen bundesweit verlegt werden. Wer bezahlt das? Die Anlieger/Haus-Eigentümer? Um wieviel würden die Mieten durch die Umlage der Kosten steigen? Wo käme eigentlich der Mehrbedarf an Strom her? -insbesondere wenn „es dunkel und windstill…“ ist? Was würde das alles kosten? Wer kann sich dann noch ein Auto leisten? Wie teuer wäre dann der Transport von Waren? Und die Verbraucher bekämen zusätzlich eine Teuerung für die Waren. Es stellt sich die Existenzfrage.

Industrielle Massentierhaltung wollen sie abschaffen. Wie soll ein Industrieland wie Deutschland dann mit Fleisch und Wurst beliefert werden. Es beträfe ja auch Milchkuhanlagen. Milch, Quark, Käse Jogurt – wo soll das herkommen? Wenn die industrielle Massentierhaltung abgeschafft wird, gäbe es nur noch kleine Bauernhöfe. Diese können aber keine 80 Millionen Menschen ausreichend versorgen. Es käme zu schlimmeren Versorgungsengpässen wie zu DDR-Zeiten. Das bischen was dann noch in den Läden verfügbar wäre, wäre für die meisten nicht mehr bezahlbar. Es stellt sich die Existenzfrage.

Meiner Meinung nach sollten sich die Wähler bei Landtagswahlen und Bundestagswahl genau überlegen ob sie den Grünen bei der Wahl ihre Stimme geben.
Ich möchte kein Deutschland wie in „vorindustrielle Zeiten“ – und wir auf ein Leben wie in der Fernsehserie „Unsere kleine Farm“ zusteuern.

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