Richter Endlos: Der Kinski mit der roten Robe

Der Karlsruher Bundesrichter Thomas Fischer besitzt einen Intimfeind. Spätestens, seit er mit diesem in einer Talkshow zum Thema: „Polizisten – Prügelknaben der Nation?“ aneinanderrasselte. Der Kontrahent heißt Rainer Wendt und ist Bundesvorsitzender der „Deutschen Polizeigewerkschaft“. Er hatte den gern sich selbst lauschendem Fischer irgendwann im Laufe der Sendung angeblafft: „Haben wir’s jetzt?“. Und dabei frech die Armbanduhr präsentiert.

Seither steht der Bulle unter strenger Beobachtung des Richters. Die beiden haben, was das Kriminalitätsgeschehen in Deutschland angeht, sowieso deutlich unterschiedliche Positionen.

Wendt, bekennender Law-and-Order-Mann, geriet kürzlich ins Schussfeld interessierter Kreise, weil seine offenbar übliche, gleichwohl umstrittene langjährige Freistellung vom Polizeidienst sowie einige bezahlte Nebentätigkeiten Fragen aufwarfen. Fischer machte sich flugs außerdienstlich schlau und verkündete das von ihm Recherchierte in seiner aktuellen „ZEIT“-Kolumne: „Überbezahlte Bezüge sind im Rahmen des Paragraf 15 Abs. 2 zurückzufordern.“

Hallo? Ein Bundesrichter? Hat eine „ZEIT“-Kolumne? Ja, wirklich. Fischer verfasst für „ZEIT ONLINE“ und auch für das Mutterblatt regelmäßig voluminöse Aufsätze unter der programmatischen Rubrik „Fischer im Recht“. Oft handelt es sich um mäandernde, nicht enden wollende Wortkaskaden, die selbst Fischer-Fans an Geduldsgrenzen bringen.

Achgut.comWolfgang Röhl
Wolfgang Röhl / 18.03.2017 / 06:16 / Foto: Ot/0 / Seite ausdrucken 

Richter Endlos: Der Kinski mit der roten Robe

Der Karlsruher Bundesrichter Thomas Fischer besitzt einen Intimfeind. Spätestens, seit er mit diesem in einer Talkshow zum Thema: „Polizisten – Prügelknaben der Nation?“ aneinanderrasselte. Der Kontrahent heißt Rainer Wendt und ist Bundesvorsitzender der „Deutschen Polizeigewerkschaft“. Er hatte den gern sich selbst lauschendem Fischer irgendwann im Laufe der Sendung angeblafft: „Haben wir’s jetzt?“. Und dabei frech die Armbanduhr präsentiert.
Seither steht der Bulle unter strenger Beobachtung des Richters. Die beiden haben, was das Kriminalitätsgeschehen in Deutschland angeht, sowieso deutlich unterschiedliche Positionen.
Wendt, bekennender Law-and-Order-Mann, geriet kürzlich ins Schussfeld interessierter Kreise, weil seine offenbar übliche, gleichwohl umstrittene langjährige Freistellung vom Polizeidienst sowie einige bezahlte Nebentätigkeiten Fragen aufwarfen. Fischer machte sich flugs außerdienstlich schlau und verkündete das von ihm Recherchierte in seiner aktuellen „ZEIT“-Kolumne: „Überbezahlte Bezüge sind im Rahmen des Paragraf 15 Abs. 2 zurückzufordern.“
Hallo? Ein Bundesrichter? Hat eine „ZEIT“-Kolumne? Ja, wirklich. Fischer verfasst für „ZEIT ONLINE“ und auch für das Mutterblatt regelmäßig voluminöse Aufsätze unter der programmatischen Rubrik „Fischer im Recht“. Oft handelt es sich um mäandernde, nicht enden wollende Wortkaskaden, die selbst Fischer-Fans an Geduldsgrenzen bringen.
Nannte man den Hamburger Richter und kurzzeitigen Gaga-Politiker Ronald Schill einst „Richter Gnadenlos“, so gebührt dem auf vollkommen andere Art schillernden Fischer das Prädikat „Richter Endlos“. Er quatscht und tratscht und watscht in der Zeit so ungefähr alles ab, was ihm sauer aufstößt. Zum Beispiel seiner Ansicht nach ahnungslose Journos oder rechtsunkundige Politiker oder tumbe Normalbürger. Welche allesamt die komplexen, nur einem qualifizierten Personal (wie ihm) zugänglichen Geheimnisse der Rechtsprechung einfach nicht schnallen. Solchen Dummbeuteln liest er die Leviten.

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